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Die klösterliche Tradition in
Pielenhofen reicht bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Die alte
gotische Anlage von Kirche und Kloster wurden durch den um 1720
vollendeten barocken, heute noch bestehenden Bau abgelöst.
Von der Gründung bis zur
Auflösung des Klosters durch die Säkularisation im Jahre 1803 wirkten
hier - nur durch die Säkularisation unterbrochen - Schwestern und
Mönche des
Zisterzienserordens.
Nach 1803 wurde das Haus
zwangsweise zur neuen Heimat für die aus München und Neuburg/Donau
vertriebenen Karmelitinnen.
Die Schwestern von der Heimsuchung Mariens/Salesianerinnen erwarben 1838
das Klostergebäude und machten es zu einer Erziehungs- und
Bildungsstätte für die Mädchenjugend. 140 Jahre lang haben die
Heimsuchungsschwestern in Pielenhofen vielen jungen Menschen in Schule
und Internat das Rüstzeug für ihr späteres Leben mitgegeben, zuletzt im
Chantal-Gymnasium.
Seit September 1981 dienen die Schul- und Internatsräume den Jüngsten der
Regensburger Domspatzen als
Heimstätte. Die Schwestern wirken bei der Betreuung und Erziehung der
Buben mit und bleiben zugleich der kontemplativen Zielsetzung ihres
Ordens in gemeinsamem Chorgebet und Meditation treu.
Der heilige Franz von Sales machte es als erster möglich, einzelne
Frauen und Mädchen für einige Zeit in das Kloster aufzunehmen, um
Exerzitien zu machen oder durch Teilnahme am Leben der Schwestern neue
Kraft und Orientierung für ihr Leben in der Welt zu finden.
Der Orden von der
Heimsuchung Mariens wurde 1610 i n Annecy/Savoyen vom großen
Kirchenlehrer Franz von Sales und der hl. Johanna Franziska von Chantal
gegründet. Seine Spiritualität drückt sich aus im Gesang des
MAGNIFICAT. Sie gründet in
einem Geist tiefer Demut vor Gott und einer großen Liebe zu den
Menschen.
Der Orden war etwas Neues in
seiner Zeit, da er Kontemplation mit äußerem Apostolat zu verbinden
suchte, große Strengheiten mied und seine Tore nicht nur für junge und
gesunde Mädchen, sondern auch für Witwen und ältere Frauen öffnete.
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